DAS hat mein Denken und Arbeiten als Fotografin nachhaltig verändert

fotograf in natalie garbotz bayreuth


Ich war eine junge, aufstrebende Fotografin. Frisch nach der Gesellenprüfung. Ich liebte meinen Job und vor allem hochwertige, exklusive Qualität. Zumindest, wenn es um Fotoprodukte und Papiere ging. Warum? Das hat mehrere Gründe. Ich bin eine haptische Person. Edle und gut verarbeitete Alben und Strukturpapiere können mir schon mal Tränen in die Augen treiben. Und: Ich bin nachhaltig eingestellt. Wenn ich mir etwas kaufe, dann hat es eine gute Qualität und hält somit lange.


Das typische Gedanken-Karusell als Fotografin


Mit dieser Persönlichkeit und Einstellung nahm ich meine erste Stelle als Fotografin an. Ich wanderte dafür direkt “nach Stuttgart” aus. Als junges Mädchen vom Dorf war das ein riesiger Schritt, denn Stuttgart war auch 2004 bereits eine Großstadt. ;-P Ich arbeitete für eine große Kette in Sindelfingen und Ludwigsburg.

Zu Beginn war auch alles fein für mich – bis auf die Tatsache, dass ich ein Zimmer in der Einflugschneise des Flughafens erwischt hatte und mit bebenden Fensterscheiben konfrontiert war. Doch ich merkte schnell: Der Job dort ging komplett gegen meine persönlichen Werte. Alles, was mir wichtig war, wurde dort mit Füßen getreten.

  • Ich war die einzige Fotografin mit Ausbildung – zumindest in Sindelfingen.
  • Mir wurde kaputtes Equipment für funktionierend verkauft.
  • Als ich es bemerkte und ansprach, wurde ich einfach wegignoriert.
  • Die Papierqualität war unterirdisch: Sofort Kratzer auf dem Papier, kaum Haltbarkeit.
  • Ich wurde zum Lügen gezwungen – “Ja, natürlich ist das Premium-Qualität!”
  • Alben wurden lieblos erstellt und hingeknallt.
  • Die Produktpräsentation war sozusagen “nicht vorhanden” und seelenlos.

Ich sah das alles und wurde zügig nicht nur unzufrieden, sondern traurig. Ich verfiel in Schockstarre. Denn nachhaltige Produkte (wenn es sie gibt) waren mir schon immer wichtig, genau so wie ein ehrlicher Umgang miteinander. Ich stand damals also vor der Frage: Was mache ich? Hinschmeißen oder Weitermachen? Mir einen Job in der Nähe suchen oder mich nochmal öffnen für ganz Deutschland?


Es muss sich etwas verändern!


Meine Entscheidung stand schnell fest. Ich wollte unter diesen Bedingungen nicht länger arbeiten. Ich hatte große Gewissensbisse, weil ich lügen musste. Es ging so überhaupt nicht konform zu mir, dass ich binnen weniger Wochen einen neuen Job in der Nähe suchte und diesen auch bekam. Und leider machte ich dort genau die gleichen Erfahrungen. 6 Wochen später wechselte ich erneut meinen Job. Und nicht nur diesen, sondern auch meinen Wohnort.

Wo ich landete? Würzburg. Dort war es besser. Ich war nicht nur Fotografin, ich bekam auch die Studioleitung übertragen und hatte somit “ein bisschen” Einfluss auf die Produktlinien. Und dennoch hielt es mich auch dort nur ungefähr 4 Jahre. Danach hatte ich Jobs in denen ich Fotografie und Mediengestaltung vermischen konnte. Ich war so geschockt von den Zuständen, dass ich gar nicht mehr als Fotografin arbeiten wollte und ernsthaft darüber nachdachte es bleiben zu lassen und mir ein anderen Aufgabenfeld zu suchen, dass völlig anders ist.


Fotografin: Auf ein Neues!


Wie du siehst, liest du gerade meinen Blogartikel. Ich habe mit ein paar Ausflügen in andere Gefilde festgestellt, dass das auch nicht das gelbe vom Ei ist. So rein gar nicht. Daher entschloss ich mich, wieder als Fotografin zu arbeiten. Und ich spezialisierte mich auf Neugeborene, Babys und Kinder. Familien, Portäts und Business fotografierte ich ja schon immer. Mein Traum, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, wurde damit wahr. Und dennoch ging es mir nie darum selbstständig zu sein um einfach nur selbstständig zu sein.

Mein Anspruch? Wenn ich es mache, dann richtig.

Und jetzt bin ich hier.


Inspiration und Einflüsse auf meine Arbeit als Fotografin


Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen meinen früheren Arbeitgebern aufs herzlichste bedanken. Denn: Ihr alle habt mir gezeigt, wie man es NICHT macht. 🙂 Und das ist gut so.

Ich beschloss, hier in Hummeltal (Bayreuth) als selbstständige Fotografin zu arbeiten. Und ja, ich machte es richtig. In meinen Prozessen geht es ums miteinander, um DICH und einen positiven Draht zueinander. Ich will MIT dir arbeiten und nicht an dir vorbei und ich will dir die Ergebnisse liefern, die du dir vorstellst.

Du betrittst hier ein klimaneutrales Studio, hast die Auswahl aus edlen und nachhaltig produzierten Fotodrucken, Alben und Folioboxen. Und wenn du auf deine wunderschön präsentierten Bilder schaust, dann weißt du, dass sie sehr, sehr lange halten. Auch dann noch, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Und weißt du was? Ich denke das ist etwas, dass allen Müttern gefällt.

Inspirationen hole ich mir sehr gerne bei Fotografinnen aus den USA, Kanada oder Brasilien. Ja, das geht und es ist immer und immer wieder spannend wie ähnlich und doch verschieden die Arbeitsweisen sein können. Ich liebe diesen Austausch zutiefst und er inspiriert mich immer wieder aufs Neue!

Und ja, natürlich schaue ich auch thematisch in andere Branchen. Der Austausch mit Menschen, die etwas anderes machen als ich, ist besonders wertvoll, weil sie mich ohne “Expertenbrille” ansehen.


Die Erkenntnis daraus?

  • Bleib dir selbst treu.
  • Mach nur die Dinge, die mit dir und deiner Einstellung konform gehen.
  • Spring über deinen inneren Schweinehund und mach’s einfach.
  • Zufriedenheit bringt dir das Glück bis vor deine Tür.
  • Leidenschaft für deinen Beruf zahlt sich aus.
  • Ich bin Fotografin und meine Leidenschaft schlägt fürs Handwerk!

Alles Liebe, deine

Fotografin Natalie Garbotz

Nicht vergessen: Starke Mamas gehen miteinander.
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Lesetipp: Die Werte der starken Mama.
Hier erfährst du, was mich sonst noch so bewegt, außer Qualität und Nachhaltigkeit.


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