Brand Fotoshooting: Die perfekte Planung in 4 Schritten

Brauche ich wirklich Fotos, wenn ich mich selbstständig machen möchte? Das ist eine häufige Frage, die mir immer und immer wieder gestellt wird. Meine Antwort dazu ist klar: JA! Es macht auch zu Beginn einer Selbstständigkeit Sinn, das Geld in die Hand zu nehmen um einen Fotografen zu buchen oder aber die Fotos mit entsprechendem Equipment selbst zu fotografieren.

Egal für welche Variante du dich entscheidest – in beiden Fällen muss das Fotoshooting sorgfältig geplant werden. Denn deine Fotos sollen nicht nur dich präsentieren, sondern auch dein Branding verkörpern und die Sprache deiner Marke sprechen. Eine strategische Planung des Fotoshootings ist also notwendig. Wie du das machst, dass zeige ich dir hier.

Wann du ein professionelles Fotoshooting brauchst

Eine häufig aufkommende Frage, die ich dir gerne beantworte. Ich bin der Meinung, dass es gerade zu Beginn einer Selbstständigkeit / beim Start eines kleinen Unternehmens wichtig ist, ein strategisch geplantes Shooting zu buchen und mit einem Fotografen darüber zu sprechen. Denn: Auch wenn du dein Branding bereits erstellt hast und in ein Dokument gegossen hast… Die visuelle Sprache der Fotos steht meistens noch nicht fest. Das Ausloten, wie dein Branding in deinen Fotos umgesetzt werden kann, ist eine kreative Arbeit und kann aus meiner Sicht mit einem Fotografen besser besprochen werden.

Du brauchst auch dann ein professionelles Fotoshooting wenn du nur wenig Zeit hast und generell effizient arbeiten möchtest. Mit einem Profi an der Hand ist es absolut möglich, Fotos für ein ganzes Jahr innerhalb eines Tages zu fotografieren. Es ist also auch nicht zielführend, wenn mehrere kleine Shootings gebucht werden und du immer wieder frisch beginnen musst.

Wenn du dich dafür entscheidest eine Webseite erstellen zu lassen oder selbst eine zu erstellen, dann brauchst du ebenfalls passende Fotos zur Auswahl. Auch in so einem Fall macht es Sinn einen professionellen Fotografen zu buchen.

Das Ziel ist in allen Fällen gleich: Beim Fotoshooting sollen Bilder entstehen, die zu deinem Branding passen. Du möchtest, dass ein professioneller Eindruck entsteht und das das Design und die Fotos harmonisch sind.

Gute Fotos lassen nicht nur deine Webseite und Co. professionell und harmonisch wirken – nein: Sie erhöhen auch das Vertrauen bei neuen Besuchern und Interessenten. Indirekt zeigen professionelle Fotos auch deine eigene Professionalität, was in der heutigen Zeit wichtiger ist, als je zuvor. Stichwort: Sinkende Aufmerksamkeitsspanne!

Fotos werden unbewusst erfasst und sofort verarbeitet, was bedeutet, dass die Botschaft eines Fotos deutlich schneller aufgenommen und verarbeitet wird, als ein Text gelesen werden kann. Oder nochmal anders formuliert: Über Fotos wird nicht nachgedacht, über Texte schon. Darum muss es dein Ziel sein, Fotos zu nutzen die so präzise wie möglich die jeweiligen Botschaften vermitteln und dabei so wenige Details abbilden wie nur möglich.

Leicht zu konsumierende, einfache Fotos sind diejenigen, die am Ende Menschen anziehen und sie begeistern. Wenn dann die Fotos auch noch die Sprache deines Brandings sprechen, wirst du genau die Menschen anziehen, die zu dir und deiner Marke passen.

Brand Fotoshooting: Der Plan macht’s!

✨ Schritt 1 ✨

👉 Wofür genau brauchst du die Fotos?

👉 Dienen sie als Social Media Inhalte, benötigst du sie für deinen Online-Shop oder für deine Webseite?

👉 Aufgabe: Wenn dein Shooting mehrere Verwendungszwecke abdecken soll, dann muss klar sein welche. Liste alles auf, was dir wichtig erscheint.

Um den Zweck für deine Fotos planen zu können, muss natürlich klar sein, wofür du sie benötigst. Es reicht, wenn du im ersten Schritt nur eine grobe Liste erstellst, mit der du dann in den nächsten Schritten ins Detail gehen wirst.

„Für eine gute Planung ist es immens wichtig, das Endziel vor Augen zu haben.“

Zitat: Natalie Garbotz

Beispiel: Nachdem ich mich entschlossen hatte, meine Arbeit als reine Fotografin zu beenden, war es auch an der Zeit mein Branding zu überdenken und es ggf. neu zu gestalten. Daraus resultierte dann auch eine Umgestaltung der Webseite. Ich überlegte mir, welche Haupt- und Unterseiten die neue Webseite haben soll und wie die Gliederung aussehen soll. Anhand meiner Gliederung konnte ich dann entscheiden, welche Art von Fotos ich wo brauche und eine Liste erstellen. Doch es ging sogar noch weiter.

Im nächsten Schritt erstellte ich mir einen Redaktionsplan für meine Blogartikel und legte grob die Themen fest, über die ich schreiben möchte. Und wieder erstellte ich daraus eine Liste. In diesem Fall überlegte ich mir, welche Motive ich zu welchem Thema haben möchte. Ich nahm pro Thema 5-10 Motive in meine Liste auf.

Hier könntest du Bilder aus dem Fotoshooting benutzen:

  • Headerbilder von Webseite & Social Media Kanälen
  • Für den „Über mich“ Block in der Fußzeile auf Webseite und Blog
  • Für den „Über mich“ Bereich der Social Media Kanäle
  • Für die Pop-Ups deiner Webseite
  • Für die Seitenleiste, sofern du eine hast
  • Für Freebies, eBooks, Kurse und Präsentationen
  • Profilbilder für Blog und Social Media
  • Für deine Landingpages und Zielseiten
  • Für das Intro von Videos aller Art
  • Für Blogartikel, Artikel-Headerbild und Beitragsbild
  • Für Unternehmens-Verzeichnisse, zB. für dein Google Unternehmensprofil

✨ Schritt 2 ✨

👉 Welche Requisiten brauchst du für dein Fotoshooting?

👉 Welche Gegenstände stellen dar, wer du bist und was du tust?

👉 Aufgabe: Erstelle dann eine Requisitenliste und packe deine persönliche Requisitenkiste, die du dann zum Fotoshooting mitnehmen kannst.

👉 Aufgabe 2: Mache mit deinem Handy ein Foto von den Gegenständen, die dir besonders wichtig sind oder die du für deine Markensprache als unverzichtbar befindest.

Beschränke dich bitte nicht nur auf den klassischen Kopfschuss. Das kannst du nicht mal mehr bei Bewerbungsfotos bringen. ;-P

Überlege dir einmal, welche Gegenstände zu deinem Branding passen oder auch welche Gegenstände du häufig nutzt. Vielleicht hast du eine besondere Tasse, die einfach „zu dir“ gehört und abgelichtet werden „muss“. Vielleicht ist aber auch dein Beruf etwas Besonderes und du kannst tolle Werkzeuge zeigen, die du häufig benutzt. Was auch immer es ist: Versuche eine Liste zu erstellen und anhand der Liste alles an einem Ort zu sammeln.

Danach schnappst du dir am besten eine Freundin. Das macht Sinn, denn gerade Freunde kennen dich sehr gut und wissen, welche Gegenstände sie oft an dir sehen und auch, welcher Stil zu dir passt.

Schaut euch gemeinsam durch, was du zusammengetragen hast und entscheidet, was es in die Box schafft und was zu Hause bleibt. Vielleicht hat deine Freundin auch noch weitere Ideen, die interessant wären.

Das gemeinsam zu entscheiden und zu erarbeiten, macht deutlich mehr Spaß als es alleine zu tun. Ein weiterer Vorteil daran ist, dass du nicht zu viel mitschleppst. Das war für mich immer eines der häufigsten Probleme: Kunden, die viel, viel, viel, VIEL mehr mitgeschleppt haben, als notwendig gewesen wäre. Das führt dann eher dazu, dass niemand die schwere Kiste schleppen will… 😉

Mögliche Gegenstände:

  • Alltägliche Gegenstände, die du bei der Arbeit nutzt.
    Beispiel: Tassen, Karaffen oder auch markante Sitzkissen, etc.
  • Werkzeuge, die man bei dir häufig sieht
    Beispiel: Büro-Utensilien, Notizbücher, Laptop, Kamera, mobile Werkzeuge, etc.
  • Materialien, mit denen du arbeitest
    Beispiel: Papiere, Garne, Stoffe oder ähnliches

✨ Schritt 3 ✨

👉 Welche Outfits brauchst du für dein Fotoshooting?

👉 Aufgabe: Kläre mit deinem Fotografen ab, wie häufig du dein Outfit wechseln kannst und wie häufig ihr den Shooting-Ort wechselt. Diese Information ist notwendig, damit du nicht zu viel mit dir herumschleppst. Danach suchst du dir deine Outfits aus und sammelst sie.

👉 Aufgabe 2: Mache beim anprobieren Fotos von dir und den angezogenen Outfits.

In diesem Punkt kann ich jetzt nur für mich selbst sprechen. Ich weiß selbst, dass ich nicht die mädchenhafteste bin und Rüschen einfach kein Ausdrucksmittel, dass ich wählen würde. Und ich kann weder Glitzer noch Rosa leiden.

Mir persönlich hat es daher sehr geholfen, bereits in jungen Jahren eine Stilberatung zu machen. Denn ich selbst war zu dieser Zeit absolut unfähig zu ’sehen‘ welche Farben mir stehen und welche nicht. Es hat mir auch geholfen, mich mit meinem Figurtyp auseinander zu setzen um entsprechend meiner Figur passende Schnitte auswählen zu können.

Diese Informationen habe ich mir geschnappt und bin damit zuerst an meinen Kleiderschrank um zu sehen was ich da hübsches habe. Alle restlichen Dinge, die ich aus meiner Sicht noch brauchte, habe ich mir dann gekauft.

Damit ich mich sicher fühlen konnte, habe ich alle Outfits vor dem Fotoshooting nochmal anprobiert. Es war mir wichtig, dass mir alles gut passt und nichts zwickt oder mich in meiner Bewegung einschränkt.

Ich habe mir schlicht die Zeit genommen um zu erkunden, ob das Ausgesuchte wirklich zu mir passt, ob ich mich wohl darin fühle und ob es auch mein persönliches modisches Empfinden ausdrückt. Nicht zuletzt war es ein Check-Up ob ich nicht doch noch Accessoires vergessen habe und ob alles an diesem Outfit passt. Dadurch habe ich mich sicher gefühlt und konnte mit Freude in mein Fotoshooting starten.

Hatte ich meine Outfits für gut befunden, habe ich mich vor meinen Spiegel gestellt und habe ein Foto mit meinem Handy gemacht.

„Wenn du dich mit deinen Requisiten und deinen Outfits unwohl fühlst, dann strahlst du das auch während deinem Fotoshooting aus. Das wiederum wirkt sich nachhaltig auf das Ergebnis deiner Bilder aus.“

Zitat: Natalie Garbotz

✨ Schritt 4 ✨

👉 Aufgabe: Spreche mit deinem Fotografen. Übergib deine Motiv- und Requisitenliste, teile deine Ideen mit und besprecht das Fotoshooting detailliert.

Alle Fotografen bieten ein Gespräch vorab an. Nutze diese Gelegenheit um dich und deine Ideen einzubringen. Vielleicht gibt es noch Wünsche oder Anregungen von Seiten des Fotografen, die du berücksichtigen kannst. Nachdem du bereits deine Requisitenbox zusammen gestellt hast und alle superwichtigen Dinge fotografiert hast, kannst du deine erstellten Fotos problemlos herzeigen und mit deinem Fotografen besprechen.

„Wenn du deinem Fotografen sagst, was du willst, bekommst du auch das Ergebnis, dass du dir wünschst.“

Als ehemalige Fotografin habe ich es jedenfalls sehr geliebt, mit meinen Kunden ihre Ideen zu besprechen und gemeinsam die Orte zu bestimmen, an denen fotografiert werden soll.

Ein gutes Fotoshooting macht nicht nur die gute Planung aus. Mindestens genauso wichtig ist das gute Zusammenspiel zwischen Fotograf und Kunde. Daher predige ich auch immer, dass du nur denjenigen buchen solltest, der dir sympathisch ist. Alles andere ist Zeitverschwendung!

Spreche auch mit deinem Fotografen ab, ob es Vorschläge für passende Locations gibt. Gibt es die, kannst du dir die Orte einfach mal ansehen sofern das möglich ist. Gibt es keine Vorschläge vom Fotografen, dann besprecht das gemeinsam.

Ist das so nicht vorgesehen, dann besteht dein letzter Schritt darin, gute Locations ausfindig zu machen, die sich für dein Fotoshooting eignen und diese Daten vorab an deinen Fotografen weiter zu leiten. Auch hier macht es Sinn, den Ort mit dem Handy zu fotografieren oder ein kurzes Video zu drehen auf dem du dich langsam im Kreis drehst und so eine Rundum-Sicht zu zeigen. Das macht es auch dem Fotografen leichter, sich auf das Fotoshooting mit dir vorzubereiten.

Am Tag des Shootings habe ich immer eine kleine Snack-Box gepackt. Am besten nimmst du dir ein wenig Obst, ausreichend Wasser und etwas kleines zum Essen mit. Achte aber beim Essen darauf, dass es etwas ist, dass dir nicht zwischen den Zähnen hängen bleibt. Das könnte sonst beim Fotoshooting irgendwie unangenehm werden. 😉 Möchtest du Tee oder Kaffee mitnehmen, bieten sich Thermosflaschen oder Thermobecher an. Ist es draußen sehr heiß, macht es zusätzlich Sinn, alles in eine Kühltasche zu packen. Vergiss den Kühl-Akku nicht! 😉

Hast du schon ein Fotoshooting passend zu deinem Branding?
Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Fotografin Natalie Garbotz
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    Natalie Garbotz ist Gründerin von Starke Mamas. Als Mama eines 5 jährigen Sohnes kennt sie die Tücken des Mama seins im Alltag. Im Blog schreibt genau darüber: Ihre Alltagserfahrungen als selbstständige Mama.

     

    Natalie arbeitet als Social Media Managerin & Fotografin. Sie ist Expertin für Fotografie, Bildsprache und Selbstporträts. Ihre Erfahrungen in Sachen Fotografie, Bildsprache, Farbe, Branding und Marketing verbloggt Sie daher praxisorientiert und mit viel Spaß.