3 Tipps wie du mit deiner Angst umgehen kannst

Angst: Natalie schaut zur Seite und hält ihre Hand vors Gesicht.

Wenn ich aktuell Nachrichten schaue, dann habe ich die leise Gewissheit: Unsere Welt liegt bereits in Trümmern. Gerade im Moment passieren so viele Dinge gleichzeitig, dass es kaum noch möglich ist wegzuschauen oder eben keine Angst zu empfinden.

Wir laufen immer mehr Gefahr, dass wir aus einer normalen fast positiven Angst in die Kehrseite der Angst rutschen. Wie meine Mutter immer gesagt hat: Jede Medaille hat zwei Seiten!

Die andere Seite der Angst hat eine zerstörerische Wucht. Wenn man etwas genauer hinschaut wird mit Angst fast alles gerechtfertigt – auch das, was aus meiner Sicht nicht mehr zu rechtfertigen ist. Und gleichzeitig ist es ein zutiefst menschliches Verhalten. Menschen sind so, wenn sie Angst haben. Und Menschen tun auch viele Dinge NICHT, weil sie unangenehm sind, Angst machen oder auch überfordernd sind.

Und dennoch, möchte ich heute etwas darüber schreiben. Ich selbst gehe aktuell durch eine meiner größten Ängste. Und ich finde es wichtig, darüber zu sprechen. Was aber tun, wenn du selbst bereits gemerkt hast, dass dich etwas verängstigt? Tja, das ist echt eine gute Frage. Kommt auch ein bisschen darauf an, welche Art von Angst du gerade empfindest. 😉

Erst einmal möchte ich dir noch einen Artikel von Renate Schmidt ans Herz legen. Denn sie hat sich mit dem selben Thema befasst: 11 Tipps gegen Angst. Ich befasse mich jetzt mit 3 weiteren Dingen, die sie nicht genannt hat – sehe also gern die beiden Artikel als Ergänzung zueinander.

Angst übergehen mit der 5 Sekunden Regel

Diese Regel wurde entdeckt von Mel Robbins. Sie ist geeignet für alle Situationen in denen du konkret etwas tun möchtest oder Dinge zum ersten Mal tust. Vielleicht weil du auch etwas neues Lernen willst oder einfach nur Angst bekommst, vom 5 Meter Brett zu springen. Wenn du morgens nicht aus dem Bett kommst oder auch sonst in eine Situation gelangst, die dir Angst macht, dann ist sie perfekt.

Mel Robbins erklärt dazu, dass alle Entscheidungen die wir treffen, innerhalb von 5 Sekunden treffen. Hast du Angst, fühlst du dich gelähmt, rennst weg oder sagst eben nein. Fühlst du dich sicher und fühlst dich wohl, bleibst du vermutlich und sagst ja.

Um mit dieser Regel arbeiten zu können solltest du achtsam sein. Denn deine Angst kündigt sich meist an. Wenn du sie spüren kannst, dann beginne direkt mit dem Zählen. Das muss nicht laut geschehen, du kannst es dir auch denken.

5-4-3-2-1-go!

Auf diese Weise bleibst du handlungsfähig und kannst trotz deiner Angst reagieren und sogar dazulernen. Insbesondere wenn du wie ich mit Lähmung reagierst ist diese Regel Gold wert! Probiere es beim nächsten Mal gerne aus! Wichtig: Du musst von 5 rückwärts zählen. Normal von 1 bis 5 zählen funktioniert leider nicht. Manchmal funktioniert diese Regel nicht – es liegt aber nicht an der Regel. Es liegt eher an dir. 😉

Durch dein Rückwärts zählen aktivierst du übrigens dein Gehirn. Es wird dazu angeregt aktiver zu sein und neue Lösungen zu suchen. Und genau diese Reaktion brauchst du, um nicht in eine Lähmung zu fallen und um reagieren zu können. Also: Leg los und finde neue Wege!

Angst langfristig verringern durch Meditation

Die 5 Sekunden Regel war nun der kurzfristige Weg um mit deiner Angst umgehen zu können. Meditation ist ein anderer Weg. Es braucht etwas mehr Übung und mehr Zeit, ist jedoch ein nachhaltiger Weg.

Wenn du noch keine Erfahrung mit Meditationen gemacht hast, dann solltest du das dringend einmal ausprobieren. 😉 Und nein, Meditation heißt nicht unbedingt, dass du still sitzt. Es gibt sehr viele Arten der Meditation – im sitzen, im stehen, mit Bewegung, mit Klang, mit Stille, durch schreiben und natürlich auch tanzend. Auch Yoga ist eine Kombination aus Meditation und Bewegung. Geführte Meditationen sind für den Anfang auch super geeignet.

Suche dir einfach aus, was dir am besten passt. Eine spezielle Form von tiefer Meditation ist der Trancetanz. Aus meiner Sicht sehr leicht, denn jedes Kind lässt sich in eine Trance eindrehen. 😉 Es kann also auch was für die ganze Familie sein, sofern gewünscht. Und last but noch least: Auch Meditationen im gehen sind möglich. Ich nutze das häufig auf Wanderungen. Wenn ich ein kleines Stück vor meine Füße auf den Boden schaue und diesen Punkt fixiere, dann gehe ich mich zügig in eine leichte Trance. Man nennt es daher auch Earth Walk bzw. “Mit der Erde gehen”.

Auch die Wirkung von Meditation ist wissenschaftlich nachgewiesen. Um das besser verstehen zu können, was dabei in deinem Gehirn passiert, empfehle ich dir den TedX Talk von Sara Lazar. Sie erklärt es super und kurz gesagt: Ja, Meditation verändert deine Hirnstruktur. 😉

Die Angst bleibt trotzdem?

Was mache ich jetzt? Und ja, auch das ist eine gute Frage. Wenn du plötzlich Angst körperlich spürst und dich gelähmt fühlst. Weil du die Angst hast nicht kommen sehen. Oder vielleicht ist es auch, weil du plötzlich mit einer Angst konfrontiert wirst von der du selbst dachtest, sie sei gar nicht mehr hier. Oder du hast plötzlich vor Dingen Angst, die noch nie beängstigend waren?

Dann kann es sein, dass wir von einer Blockade sprechen. Eine Blockade ist für mich sowas, wie eine unüberwindbare seelische Mauer, die eingerissen werden muss um sie zu erklimmen. 😉

Auch hierfür gibt es viele Methoden, wie du das tun kannst. Um nur einige zu nennen: Massagen mit Blockadenlösung, Wingwave, Schamanische Energiearbeit, Energiearbeit insgesamt, Psychotherapie.

Und ja, es ist hier angebracht sich Hilfe zu holen. Gerade dann, wenn du denkst du schaffst das alleine. Mit Hilfe geht es einfach leichter.

Angst und meine Erfahrung damit

Grundsätzlich möchte ich dazu sagen, dass Angst für mich ein positives Gefühl ist! Denn meine Angst sagt mir, woran ich noch arbeiten darf. Sie ist also ein guter, emotionaler Anzeiger. Ja, natürlich habe ich immer wieder Phasen in denen ich andere doof anmache, grantig und emotional werde. Das wird jedoch mit der Zeit weniger, wenn du selbst bereit bist an deiner Angst zu arbeiten und es dann auch tust.

Allein die Tatsache, dass du daran arbeitest und dich auf den Weg machst, hat viele positive Aspekte für dich. Unter anderem tust du deinem Körper etwas Gutes. Denn der muss nicht mehr so viele Stress-Situationen bewältigen. Es wird dir insgesamt leichter fallen auf andere Menschen zuzugehen. Und du wirst es weniger nötig haben, ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen. Warum auch?

Dennoch ist es auch wichtig, dass du deine Grenzen kennst. Und diese Grenzen solltest du schützen. Beispiel gefällig? Du merkst beispielsweise, dass dich negative Nachrichten extrem runterziehen und deine Grenze erreicht ist. Dann schau einfach keine Nachrichten mehr und sorge für Erholung und Entspannung! Dich stresst, dass ständig viele Menschen um dich herum sind? Dann ziehe dich regelmäßig alleine an den Ort deiner Wahl zurück.

Ich wünsche dir genauso viel Freude damit, wie mir selbst. 😉
Und nein, das ist kein Projekt, dass du abschließen wirst!

Es ist eine “Neverending Story”.

Also mach dich auf und geh deinen Weg!

Ja, es ist hart! Ja, es macht nicht immer Spaß!
Und trotzdem: Es gibt so viel mehr im Leben!

Fotografin Natalie Garbotz
1 Kommentar
Kommentar schreiben...

Deine eMailadresse niemals veröffentlichen oder teilen. Erforderliche Felder sind markiert *

LIVE-OH-LETTER!

LIVE meint:

Du bekommst hautnah die kleinen und größeren "AHAs" und "WAAAAS!?!?" meines Lebens mit. Und nebenbei lernst du etwas über Fotografie, Bildsprache, Marketing & Selbstporträts. Egal ob im persönlichen Kontext oder im Business-Kontext.

Weil beides drin ist!

.

 

Natalie Garbotz ist Gründerin von Starke Mamas. Als Mama eines fast 5jährigen Sohnes kennt sie die Tücken des Mama seins im Alltag. Daher berichtet sie hier im Blog genau darüber: Ihre Alltagserfahrungen als selbstständige Mama.

 

Natalie arbeitet als Fotografin und ist Expertin für Fotografie, Bildsprache und Selbstporträts. Ihre Erfahrungen in Sachen Fotografie, Bildsprache, Farbe, Branding und Marketing verbloggt Sie daher praxisorientiert und mit viel Spaß.

 

Du hast einen Themenvorschlag? Dann gerne her damit!
Sende diesen gern an: hey@starke-mamas.de