Energie sparen: Meine 22 besten Tipps & Ideen

Energie sparen im Winter, Beitragsbild: Ein Winterbild während der Dämmerung. Alles verschwimmt in Schwarz-Weiß. An der Hauswand hängt jedoch eine warm leuchtende Laterne.

Langsam sickert es auch von unserer Bundesregierung her durch: Wir müssen Gas einsparen. Aber nicht nur Gas, sondern im Grunde Energie generell und somit auch Strom und Öl. Ich möchte mich an dieser Stelle damit beschäftigen, wie du die Raumtemperatur absenken kannst und es trotzdem schnuckelig warm hast – ohne zusätzlich Heißlüfter (= Stromfresser!) im ganzen Haus aufstellen zu müssen – denn das wird dir leider nicht helfen. 😉

Auf längere Sicht wird auch der Strom nicht günstiger, sondern vielmehr teurer. Es stellt sich also grundlegend die Frage, wie du an allen Enden Energie sparen kannst, ohne leiden zu müssen oder Lebensqualität einzubüßen. Geht nicht? Geht wohl!

Daher schlage ich hier Maßnahmen vor, die möglichst preisgünstig umsetzbar sind, große Wirkung haben und für möglichst viele Menschen machbar sind – unabhängig von Einkommen, Arbeitsstelle und Wohnsituation.

Warum soll überhaupt Energie eingespart werden?

Das scheint mir eine Sache zu sein, die tatsächlich ausdiskutiert werden muss. An sich finde ich es ja lustig, aber auch irgendwie auch erschreckend.

Ich finde: Dein Geldbeutel sollte Motivation genug darstellen um Energie einzusparen. Denn wer viel Energie braucht, bezahlt auch viel. Und bei den aktuellen Preissteigerungen bezahlt man eher SEHR viel mehr, als vor der Pandemie. 100% Preissteigerung wird nicht reichen – weder für Strom noch für Gas und Energie generell. Daher also nochmal die Frage: Ist dein Geldbeutel und deine Lebensqualität echt nicht Grund genug um Energie zu sparen? Und nein, die Höhe deines Energieverbrauchs sollte nicht mit deiner Lebensqualität zusammenhängen!?

Ich für mich selbst brauche keine zusätzliche Motivation um Energie einzusparen. Ich will das, weil ich mein Leben trotzdem so frei wie möglich gestalten können will. Wenn ich Essen gehen möchte oder ein Konzert besuchen möchte, dann brauche ich nun mal Geld. Für ausreichend Wärme gibt es jedoch genügend einfache Methoden, die preisgünstig sind und mir erlauben die Heizung runter zu schalten – und zwar nicht nur auf 20 oder 19 Grad, sondern auf eher so 17 / 18 Grad. Trotzdem möchte ich meine Gedanken zu einigen kursierenden „Vorwürfen“ teilen, denn mir scheint die Diskussion teilweise grundlegend falsch geführt zu werden.

Vorwurf: „Wir sollen Energie sparen, damit die Reichen weitermachen können wie bisher!“

Wer sollen „die Reichen“ sein? Ich habe „die“ bisher noch nie kennen gelernt!? Du?

Und: Nein. Denn weniger Energie zu verbrauchen bedeutet nicht, arm zu sein. Weniger Energie zu verbrauchen heißt im Grunde nur, dass ich achtsam mit den mir gegebenen Ressourcen umgehe und dankbar für diese Ressourcen bin. Energie ist nichts selbstverständliches, Energie war schon immer Luxus. Das wir uns allerdings an diesen Luxus gewöhnt haben und nun der Meinung sind, das sei unser Grundrecht – das steht auf einem anderen Blatt Papier.

Auch das „die Reichen“ einfach so weitermachen wie bisher, kann ich nicht nachvollziehen. Denn sämtliche öffentliche Gebäude beteiligen sich am Energie sparen. Alle sparen, alle haben das gleiche Ziel. Und wie auch während der Pandemie wird es Ausreißer geben. Das die Regel „Energie sparen“ von einzelnen Individuen nicht beachtet wird, spielt keine Rolle – sie sind die Minderheit und nicht das große Ganze.

Vorwurf: „Immer muss ICH mich einschränken, aber NIE die anderen! DAS KOTZT MICH SO AN!“

Joah. Verständlich, dass du so denkst und gleichzeitig so derart Ich-bezogen, dass sich mir doch leicht der Kamm stellt. Zum einen reden wir hier nicht von Einzelpersonen, sondern von allen Menschen in Deutschland. „Immer ich!“ ist also schonmal ganz generell eine verdrehte Sicht! Dazu kommt, dass sich Menschen mit so einem ausgeprägten Ego ohnehin nicht auf Veränderungen einstellen können, wenn sie den Eindruck haben, dass sie in ihrer vermeintlichen Freiheit eingeschränkt werden. Da bin ich mal froh, dass das die äußere Umgebung regeln wird und ein eingreifen von Mitmenschen nicht nötig sein wird. Du kannst also kotzen wie du willst – es wird dir ohnehin nicht helfen! Und ehrlich: Es wird dir gut tun.

Mal abgesehen davon, dass ich die Unart „mit dem Finger auf andere zeigen, um davon abzulenken, dass ich selbst keinen Deut besser bin!“ schon immer beobachtet habe und es aus meiner Sicht das selbstverständlichste Krisenkommunikationsmittel in Deutschland zu sein scheint: „Wenn der Nachbar das macht, dann darf ich das auch!“„Ja, schau dir nur die Firmen an, die machen XYZ – das ist viel schlimmer als das was ICH mache!“. Und wenn die Nachbarschaft gemeinschaftlich von der nächsten Klippe zu hüpfen, dann springst du auch hinterher, oder?

Heiliger Bimbam! Eine Runde Mitleid, fürs arme Tröpfle!

22 Ideen um Energie einzusparen

1. Kaffee, Tee und Warmgetränke in größeren Mengen herstellen und in Thermoskannen aufbewahren. Verzichte auf mehrfaches aufwärmen oder darauf Tassenweise zu kochen.

2. Nur so viel Wasser im Wasserkocher kochen, wie du brauchst (zB wenn du eine Kanne Tee kochen willst, dann fülle auch nur die Menge einer Kanne in den Wasserkocher!)

3. Eisfüße? Es gibt Filz-Hausschuhe mit fester Sohle. Die sind relativ winddicht und auch innen gefüttert und somit sehr warm. Gibt es in Schlüpfschuh-Variante und als geschlossene Variante und meistens auch mit fester Sohle.

4. Sind Filz-Hausschuhe nicht ausreichend, gibt es auch dicke Socken aus Schafwolle (= „Norwegersocken“) , die über normale Baumwollsocken gezogen werden können. Schafwolle ist so ziemlich das wärmste Material, das ich kenne. Baumwoll-Stricksocken sind aber auch ziemlich gut!

5. Wer ungern kalte Hände bekommt, für den sind dünne Pulswärmer aus Baum- oder Schafwolle ideal. Generell: Vorzugsweise Wollkleidung (aus Schafwolle) oder Wollunterwäsche tragen, denn die ist warm. Vermieden werden sollte: Jeansstoffe, Hanf und Leinen weil es kalte Stoffe sind und abkühlen statt wärmen.

6. Nutze ein echtes Unterhemd (T-Shirt Schnitt) aus Schafwolle. Gute Bezugsquellen für nachhaltige Woll-Unterwäsche ist zB. Hessnatur.

7. Home-Office: Eventuell ist es möglich, dass es einen gemeinschaftlichen Tag in der Woche als Home-Office Tag gibt, denn dadurch kann weiter Strom und Energie eingespart werden. Denn ja, dann kannst du das Gebäude / Büro für einen Tag noch deutlicher in der Raumtemperatur absenken.

8. Alte Leuchtmittel vorzugsweise durch stromsparende LED Lichter austauschen. Wenn du Kinder hast, dann nutze am besten LED-Nachtlichter, die sind ebenfalls sehr stromsparend.

9. Gerichtetes Licht benutzen: Also nicht unbedingt den ganzen Raum beleuchten, wenn es nicht nötig ist. Lieber weniger Licht auf die Bereiche, die aktiv benutzt werden. Zum Beispiel auf Tisch, Kochbereich, Schreibtisch.

10. Frühzeitiges ausbessern und abdichten von baulichen Schwachstellen. Beispiel: Risse und Löcher in der Wand, die durch erneutes stopfen und verputzen schlicht abdichten.

11. Alte Fenster / Sprossenfenster manuell mit Fensterkitt (und mit Hilfe eines Kittmessers!) abdichten. Bitte kein Silikon verwenden. Und natürlich kannst du auch alle anderen Arten von Fenster abdichten.

12. Hinter die Heizungen einen Silberreflektor packen, damit die Wärme mehr IN den Raum hineinstrahlt, anstatt aus dem Fenster hinaus.

13. Simple Wärmflaschen (in Babygröße) wirken Wunder! Vor allem, wenn dir JETZT kalt ist und du schnell etwas Wärme brauchst.

14. Koche wärmende Gerichte! Ich bin mir sicher, du hast es schon einmal bemerkt. Es gibt einfach Gerichte, die wärmen dich so sehr, dass sie dir sogar den Schweiß auf die Stirn treiben. WÄRMENDE GERICHTE sind also die, die am besten für den Winter geeignet sind! Und nein, diese Gerichte sind nicht unbedingt teuer – okay, außer Rindergulasch vielleicht. 😉

15. Türschlangen bei zugigen Haustüren oder zugigen Fenstern verwenden.

16. Thermovorhänge verwenden, um die Wärme im Haus zu halten.

17. Hygge-Hoodies und Ärmeldecken sind deine besten Freunde! 🙂 Wahlweise gehen natürlich auch dicke Sweater mit Kapuze aus dickem Baumwollmaterial. 😉

18. Elektrische Geräte nur dann anschalten wenn du sie nutzt. Du kannst jeden Stecker einzeln ziehen, oder du installierst dir Mehrfachsteckdosen mit An/Aus Schalter. Ich spreche hier konkret von Geräten wie TV, Mikrowelle, Kaffeemaschine / Vollautomaten, PC.

19. Überlege dir, welche elektrischen Geräte du durch manuelle Geräte ersetzen kannst. Beipsiel: Kaffee lässt sich auch manuell aufbrühen, dafür braucht es keine Kaffeemaschine. Weitere Geräte, die du manuell gut nutzen kannst sind: Küchenwaage, Milchschäumer, Kaffeemühle, Zitruspresse, … Das meiste davon wird die insbesondere in Second Hand Läden und Sozialkaufhäusern regelrecht hinterher geworfen, weil es niemand mehr will. Jetzt dürfen und müssen sie vielleicht sogar ihre Renaissance feiern, um dich zu entlasten!

20. Wenn dein Boden kalt ist (Fliesen oder anderer kalter Boden), überlege dir, ob du dir an die wichtigsten Stellen, wie beispielsweise vor deinem Bett, am Schreibtisch, vor dem WC oder anderen Stellen einen preisgünstigen Teppich legen möchtest. Das verhindert, dass du schlagartig kalte Füße bekommst und ist schlicht angenehmer und erträglicher.

21. Wasche deine Wäsche generell kalt und nutze dabei Flüssigwaschmittel. Dieses ist bereits aufgelöst und somit auch effektiv in der Nutzung. Um Bakterien abzutöten benötigst du allerdings einen Eimer, in dem du deine Wäsche (insbesondere Baumwoll Kleidung) für ca. 30-60 Minuten vorab einweichen kannst. Das Wasser in diesem Eimer solltest du entweder mit Natron aká Waschsoda oder auch Backnatron anreichern – oder du nutzt simpel Essig. Nein, Hygienespüler brauchst du NICHT! Dieser Tipp gilt jedoch nur gesunden Menschen! Für bestimmte Erkrankungen MUSST du deine Wäsche kochen um weitere Ansteckungen zu verhindern! Um deine Waschmaschine sauber zu halten ist trotzdem 1x monatlich eine Maschine auf 60 Grad angesagt. Aber 1 Maschine ist deutlich weniger als 4 oder 8 Maschinen im Monat. 😉 Nicht wahr? 🙂

22. Nutze die Einstellungsmöglichkeiten deiner Warmwasserversorgung um das Warmwasser zeitlich zu begrenzen. Ich dachte immer, dass das alle so machen würden. Inzwischen weiß ich es besser, darum möchte ich es nochmal deutlich machen: Du brauchst nur dann heißes Wasser, wenn du es wirklich benutzt! Zu welchen Uhrzeiten bist du aktiv zu Hause? Wann bist du normalerweise im Bad und brauchst tatsächlich warmes Wasser und für wie lange?

Wie bereitest du dich auf den Winter vor und hast du dir einen
Überblick über deinen aktuellen Energieverbrauch verschafft?

Schreib mir deine Gedanken in einem Kommentar.

Fotografin Natalie Garbotz
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    Natalie Garbotz ist Gründerin von Starke Mamas. Als Mama eines 5 jährigen Sohnes kennt sie die Tücken des Mama seins im Alltag. Im Blog schreibt genau darüber: Ihre Alltagserfahrungen als selbstständige Mama.

     

    Natalie arbeitet als Social Media Managerin & Fotografin. Sie ist Expertin für Fotografie, Bildsprache und Selbstporträts. Ihre Erfahrungen in Sachen Fotografie, Bildsprache, Farbe, Branding und Marketing verbloggt Sie daher praxisorientiert und mit viel Spaß.