Orakelkarten: Diese 7 Arten gibt es!

Vielleicht hast du es mitbekommen: Vom 25. Dezember bis 6. Januar gibt es kostenfrei meine eMail-Serie zu den Rauhnächten. Es ist eine einmalige Sache, denn ich möchte zum einen wissen, wie meine Kundinnen darauf reagieren. Und zum anderen möchte ich natürlich wissen, ob das so brauchbar und anwendbar ist.

Mich freut besonders, dass ich trotz weniger Leserinnen einige Feedbacks bekommen habe, die sehr wertvoll sind. Eine Frage hat mich recht am Anfang erreicht – für die ich auch sehr, sehr dankbar bin:

„Natalie, ich mag mir Orakelkarten kaufen. Welche kann ich da nehmen?“

Und hey, das ist eine sehr, sehr gute Frage! Denn es gibt 7 verschiedene Arten von Orakelkarten-Sets. Wenn du dir also etwas anschaffen möchtest, dann sollte es für dich auch Sinn machen und praktikabel sein – richtig? Dann lass uns loslegen!

Tarot-Karten: Der Klassiker

Tarotkarten sind weit verbreitet und die ursprünglichste Variante der „Orakelkarten“. Tarotkarten sind immer auf die selbe Art strukturiert woraus sich eine feste Anzahl an Karten ergibt. Um genau zu sein sind es immer 78 Karten. Du kannst sie benutzen um „die Zukunft vorher zu sagen“ – oder aber zur eigenen Selbstreflektion. Das die Karten bei dir selbst spinnen und Lügen aussprechen, halte ich für ein gigantisches Gerücht und schlichten Aberglauben. Ich nutze sie schon seit meiner Jugend ausschließlich für mich selbst und komme sehr gut damit klar.

Die 78 Karten sind aufgeteilt in die große Arkana und die kleine Arkana. Die große Arkana steht hierbei für die großen Themen, Krisen und Meilensteine im Leben. Die kleine Arkana steht für die alltäglicheren Themen. Arkana stammt übrigens vom lateinischen „arcanum“ ab, was so viel heißt wie „Geheimnis“. Die kleine Arkana ist weiterhin sortiert nach den 4 Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Symbolisiert werden diese Elemente durch Schwerter, Kelche, Münzen und Stäbe.

  • Die Schwerter (Luft) stehen für deinen Geist, Denken und den Intellekt
  • Die Kelche (Wasser) stehen für Gefühl, Instinkt und Spiritualität
  • Die Münzen (Erde) stehen für die Materie, Praktisches und Fakten
  • Die Stäbe (Feuer) stehen für Wille, Durchsetzungs-Kraft, Vorstellung und Intuition

Gut zu wissen:

Wenn du dich für Tarotkarten entscheidest, dann ist es am besten, wenn du dich auf intensives Lernen, fühlen und begegnen einstellst. Mir fällt es besonders leicht, in dem ich ein ein Tarot-Journal nutze. Suche dir einen Wochentag aus, an dem du dich intensiv mit einer bestimmten Karte des Decks beschäftigst. Deine Erkenntnisse hältst du dann im Tarot-Journal fest. Es hilft ungemein, sich auf die Bilder des jeweiligen Decks einzustimmen, das Booklet zu lesen, aber auch zu versuchen mit der Karte in direkten Kontakt zu kommen. Zum Beispiel durch eine schöne Kartenmeditation.

Für welches Set du dich persönlich entscheidest, ist dir selbst überlassen. Vertraue hier einfach auf dein Gespür und deine Intuition. Wenn dir ein Deck besonders gut gefällt, wirst du auch gut damit arbeiten können.

Der „Klassiker“, den wirklich alle kennen ist hier das Raider Waite Tarot – hier gibt es tolle Einsteiger-Sets mit guten Begleitbüchern. Die „moderne“ Variante ist das Neo-Tarot. Ich persönlich finde es designtechnisch völlig schräg, aber einige „moderne“ Hexen schwören drauf, weil es auch als Newbie-Set super geeignet ist. Ich persönlich kann dazu allerdings nichts sagen, denn ich kenne es nicht.

Ich persönlich besitze 2 Tarot-Decks. Zum einen das Tarot-Deck von Ananda Kurt Pilz. Kurt Pilz war ein Künstler aus Köln und seine Bilder haben mich direkt angesprungen. Zum anderen nutze ich liebend gerne „Das keltische Drachen Tarot“ von D.J. Conway und Lisa Hunt. Als Begleitbuch habe ich „Der Tanz mit dem Drachen. Handbuch der Drachenmagie“ von D.J. Conway – sehr, sehr gut dieses Buch! Leider sind beide Sets sowie das Buch nicht mehr im Handel erhältlich!

Energetische Orakelkarten

Energetische Karten beschäftigen sich allesamt mit den Energien, die uns umgeben und sind damit klar nach außen gerichtet. Das können Farbkarten sein (denn jede Farbe hat eine bestimmte Wellenlänge und damit auch eine ganz bestimmte Energie), Göttinnen-Orakelkarten die sich ausschließlich mit den Energien dieser Göttinnen beschäftigen und auch Engel-Karten jeder Art fallen darunter.

Nicht vergessen solltest du diverse Feen-, Pflanzen- Krafttier- und Baumgeister-Sets. Auch diese Karten sind Energiekarten da Tiere, Pflanzen und Bäume nun mal in unserer äußeren Welt zu finden sind. Feen und Elfen sind die Naturgeister, die sich um Pflanzen und Bäume kümmern, darin wohnen oder die Pflanzen bzw. den Bereich um die Pflanzen beschützen.

Insbesondere dieser Typ Karten ist weit verbreitet. Sie schreiben dir keine konkreten Handlungen vor, sondern zeigen dir lediglich die energetischen Verhältnisse. Die Action-Steps – sei es nun in Bezug auf Heilungs- oder Kraftbotschaften, leitest du hier vollständig alleine ab.

Ich selbst nutze diese Kartenart auch super gerne für Coachings und Beratungen mit meinen Kundinnen.

  • Geeignet für Zukunftsvorhersagen, bsp. Vollmondlegungen, etc.
  • Reflektion von Situationen
  • Tiefere Meditation mit den Energien um konkretere Antworten und Botschaften zu erhalten.
  • Readings für andere
  • Intuition trainieren

Orakelkarten mit Handlungsanweisungen

Darunter fallen alle Karten, die nach innen gerichtet sind und dir dabei helfen deine Seele zu erforschen. Das bekannteste Orakelkarten-Set in Bezug auf die Erforschung deiner Seele ist das „Starseed“ Orakelkarten-Set. Diese Karten sind insbesondere gut, wenn du dich selbst reflektieren möchtest und konkretere Hinweise bekommen möchtest, was denn nun konkret zu tun ist. Alte Muster loslassen? Oder vielleicht eine Seelenrückholung in Betracht ziehen? All das erfährst du, wenn du mit dieser Art Karten arbeitest. Dennoch sind die Handlungsanweisungen nicht immer so super-konkret. Du kannst hier ruhig kreativ sein und deine eigenen Ideen einbringen!

Ich selbst nutze übrigens das Starseed-Set (englisches Original) und „Das schamanische Seelen-Orakel“. Ich kann dir beide wärmstens empfehlen – insbesondere dann, wenn du weißt, dass es da Baustellen gibt, die du unbedingt angehen solltest. Das schamanische Seelen-Orakel nutze ich gerne für meine Coachings und Beratungen.

  • Geeignet für Innenschau
  • Selbstreflektion
  • Readings für andere
  • Konkrete Fragen
  • Gut für Anfängerinnen

Orakelkarten mit Botschaft

Orakelkarten mit Botschaften sind selten. Ob sie aktuell überhaupt noch zu kaufen sind, ist fraglich. Ich möchte sie hier dennoch auflisten, da ich eines davon habe. Orakelkarten, die lediglich eine Botschaft überbringen, sind rein textbasierte Orakelkarten und eignen sich hervorragend als Ergänzung zu energetischen Orakelkarten. Mein Set ist „Das Feengeschenk“ von Marcia Zina Mager. Ich habe ein kleines Buch, mit einigen Erklärungen sowie das textbasierte Feen-Orakelset. Ich liebe dieses Set, eben weil es sich so gut mit den üblichen Sets ergänzen lässt! Mir ist kein weiteres Set bekannt, dass so auf seine Botschaft fixiert ist, wie dieses. Solltest du eines haben, dann melde dich gerne bei mir um diesen Absatz hier zu ergänzen. Ich bin sehr gespannt! 🙂

  • Geeignet für konkrete Fragen
  • Ergänzung und Kombination mit anderen Sets
  • Innenschau & Selbstreflektion
  • Kleine Legungen bis 3 Karten
  • Gut für Anfängerinnen

Orakelkarten mit Kurzbotschaft & Aufgabe

Eine ganze Reihe von Orakelkarten-Sets verbinden mit ihren kurzen Botschaften direkte Aufgaben. Das kann eine dazu passende Affirmation sein, aber auch ein konkretes Ritual oder eine Imaginations-Übung. Was es auch immer sein mag, es ist nochmals deutlich konkreter in dem, was es jetzt zu tun gibt, als es bei den Karten mit Handlungsanweisungen der Fall ist.

  • Geeignet für Innenschau
  • Selbstreflektion
  • Kleine Legungen bis 3 Karten
  • Ergänzung und Kombination mit anderen Sets
  • Gut für Anfängerinnen, da genaue Anweisungen
  • Ungeeignet für größere Legesysteme

Saisonale Orakelkarten

Darunter fallen beispielsweise Rauhnächte-Orakel Sets. Meist findest du hier ebenfalls eine Botschaft oder eine Botschaft plus eine bestimmte Aufgabe. Da du es aber speziell in den Rauhnächten – die in die Zeit vom 25. Dezember bis zum 6. Januar fallen – nutzen sollst, sind sie an einen bestimmten Zeitraum gebunden und somit saisonal. 😉

  • Geeignet für Innenschau
  • Selbstreflektion
  • Kleine Legung mit 1 Karte
  • Ergänzung und Kombination mit anderen Orakelkarten
  • Nur saisonal anwendbar 🙁
  • Gut für Anfängerinnen, da genaue Anweisungen
  • Ungeeignet für Legesysteme

Impuls-Karten

Eine ebenfalls sehr häufig anzutreffende Art von Kartensets. Diese Sets sind häufig nach Themen sortiert. Auf jeder Karte findest du einen Impuls. Das kann eine einzelne Affirmation sein, ein Zitat, ein Achtsamkeits-Impuls oder ein kleiner Impuls zum Thema Selbstliebe. Hier ist jedes Set anders. Ich nutze diese Art von Karten nicht. Denn genau diese Impulse, Affirmationen und Übungen erhalte ich durch die Arbeit mit den Energien, die mich umgeben. Diese schlagen mir Übungen vor oder geben direkte Aufgaben oder Sätze. Für mich persönlich sind Impuls-Karten aus diesem Grund völlig überflüssig. Und das ist jetzt nicht böse gemeint!

  • Geeignet für kleine, tägliche Impulse
  • Gut umsetzbar im Alltag
  • Fokussierung und Ausrichtung im Alltag
  • Ergänzung und Kombination mit anderen Orakelkarten
  • Gut für Anfängerinnen, da genaue Anweisungen
  • Ungeeignet für Legesysteme

Wenn dir dieser Artikel geholfen hat, freue mich sehr über dein Feedback in den Kommentaren!

Fotografin Natalie Garbotz
3 Kommentare
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  • Sabiene4. Januar 2022 - 16:45

    Ich habe früher sehr viel mit Tarot gearbeitet, aber auch mit anderen Orakelkarten. Würde ich heute wieder mit Tarot anfangen, wäre mein altes Rider-Waite-Deck wieder das richtige für mich.
    LG
    SabieneAntwortenAbbrechen

    • Natalie Garbotz6. Januar 2022 - 17:06

      Stimmt. Es ist der zeitlose Klassiker. Bei den meisten Anfänger-Sets die auch so benannt sind, bekommst du Rider Waite Karten. Das Deck war auch mein erstes Tarot. Ich hab es später dann hergegeben und meine jetzigen zwei dafür gekauft. Zugegeben: Mit den Tarotkarten mache ich nicht mehr so viel. Bei mir dominieren inzwischen die Orakelkarten – einfach weil sie sich je nach Zweck auch wirklich gut kombinieren lassen. LG NatalieAntwortenAbbrechen

  • […] Orakelkarten Readings, die ich mir selbst gebe inkl. Reflektionen […]AntwortenAbbrechen

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Natalie Garbotz ist Gründerin von Starke Mamas. Als Mama eines 5 jährigen Sohnes kennt sie die Tücken des Mama seins im Alltag. Daher berichtet sie hier im Blog genau darüber: Ihre Alltagserfahrungen als selbstständige Mama.

 

Natalie arbeitet als Fotografin und ist Expertin für Fotografie, Bildsprache und Selbstporträts. Ihre Erfahrungen in Sachen Fotografie, Bildsprache, Farbe, Branding und Marketing verbloggt Sie daher praxisorientiert und mit viel Spaß.

 

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