Mein Mama-Alltag im Corona-Lockdown

Hey, starke Mama!

Heute möchte ich dich ein wenig an meinem persönlichen Alltag als Fotografin und Mama eines 4jährigen Sohnes teilhaben lassen.

Wie wir alle stecke auch ich im Lockdown 2 fest. Und weil er für mich fast gleich ist, wie der erste Lockdown, möchte ich dir ein wenig von unserem Alltag erzählen.

Mein Mann arbeitet im Homeoffice. Ich hatte bereits im November 2020 angekündigt, keine Neukunden mehr aufnehmen zu wollen. Meine Kunden, die bereits gebucht hatten fotografierte ich natürlich im Rahmen der Möglichkeiten. Das hat gut funktioniert – ich wurde genau zu den Verschärfungen der Maßnahmen fertig.

Ab da begann dann auch für mich so etwas wie der ganz alltägliche Familienwahnsinn. 🙂

Ich mache mir daher auch die Arbeit, meinen Alltag vor Corona mit dem heutigen zu vergleichen. Damit du ganz klar sehen kannst, was ich wo und wie gemacht habe.

Aufstehen und Frühstück

VORHER

Vor Corona begann unser Tag zwischen 5.30 Uhr und 7 Uhr. Je nachdem, wann Dante aufwachte. Wir standen gemeinsam auf. Ich stellte das Frühstück bereit und während mein Sohn frühstückte kochte ich bereits das Mittagessen vor. Zusätzlich erledigte ich die ersten Hausarbeiten. Sohnemann konnte die dadurch entstandene Freizeit mit spielen verbringen. Danach machten wir uns auf die Socken zum Kindergarten.

NACHHER

Aktuell stehen wir gegen 7 Uhr auf und gehen in Richtung frühstück. Wir frühstücken alle gemeinsam, da kein Kindergarten ist und mein Mann im Homeoffice herumtingelt. Ich arbeite aktuell nur abends an meiner Selbstständigkeit und nehme keine Fotoshooting-Termine an. Danach Zähne putzen und anziehen. Meistens gehen wir dann eine kurze Runde nach draußen um unser Kaninchen Max zu versorgen.

Kindergarten zu Hause

VORHER

Ich habe in dieser Zeit konzentriert am Stück durchgearbeitet. Ich war meistens gegen 8.30 Uhr zurück und habe mich meiner Morgen-Routine zugewendet. Gegen 9 Uhr startete ich in den Arbeits-Alltag. Dante wird meistens von mir gegen 13 / 14 Uhr vom Kindergarten abgeholt.

NACHHER

Sobald wir vom Kaninchen zurück sind, “arbeiten” wir ein wenig. Mal sind es Zahlen, rechnen, Buchstaben, usw. An manchen Tagen auch Hausarbeit. Morgen beispielsweise, steht die Fenster-Deko für Fasching auf der Liste.

Zu Beginn des ersten Lockdowns hatte ich mit dem Tagesablauf gerade in Hinblick auf die Kindergartenzeit ein echtes Problem. Ich wusste einfach nicht was ich mit ihm anfangen soll. Es fehlte mir das Wissen – und so machte ich mich auf die Suche. Ich fand Maria Montessori. Ich las sie im Original, buchte 2 Online-Kurse und suchte nach Facebook-Gruppen. Nachdem ich das Gefühl hatte jetzt ausreichend zu wissen um zu starten, machte ich das einfach. Ich setzte um. Und ja, es klappte. Sogar ganz wunderbar!

Demenstprechend habe ich auch unser Wohnzimmer gestaltet und ganz viele Spiel-Tabletts und Spiel-Ideen mit ihm ausprobiert. Und das ist es auch was wir den Vormittag von 8 bis ungefähr 11 Uhr machen. Arbeiten. Dekorieren. Lernen. Spielen.

Mittagessen gibt es übrigens immer klassisch um 12 Uhr.

“Kaffee und Kuchen”

VORHER

Zwischen 13 und 14.30 Uhr kam ich mit meinem Sohn zu Hause an. Ehrlicherweise ist er nach dem Kindergarten meistens so fertig, dass mit ihm rein gar nichts mehr anzufangen ist. Daher habe ich den Kaffee-Tisch gedeckt. Wenn wir nach Hause gekommen sind, dann habe ich Kinderkaffee gekocht, weil mein Sohn diesen sehr gerne mag. Und meist gab es was kleines zum Kaffee dazu. Honigbrot, Früchtebrot, etc.

Nach unserer kleinen Kaffee-Runde sind wir dann meistens raus und auch dort geblieben. Wenn das nicht ging, habe ich etwas leichtes mit ihm unternommen. Duplo spielen beispielsweise. Oder ich habe ihm vorgelesen.

NACHHER

Nach dem Mittagessen machen wir für gewöhnlich eine kleine Mittagspause. So um die 30 Minuten. Danach arbeiten wir noch ne Stunde was. Allerdings leichte Sachen. Wir malen, spielen Duplo oder balancieren auf unserem selbst gebastelten Balance-Weg.

Gegen 14 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Immer mit super schiockem Porzellan, denn schließlich ist das etwas ganz besonderes. 😉 Zum Kinder-Kaffee gibts dann meist eine Kleinigkeit dazu.

Wir räumen gemeinsam den Tisch ab, wenn wir unsere Kaffee-Runde beendet haben. Dann gibt es nochmal ein bisschen “Arbeit”, je nach Laune oder ein Experiment.

Ab ungefähr 16.30 Uhr spielt Dante dann nochmal alleine. Ich kümmere mich in der Zeit um die Küche und bereite danach das Abendessen vor. Außerdem nutze ich hier 30 Minuten für meine Hausarbeit. Dabei lasse ich meinem Sohn die Wahl ob er mir dabei helfen mag oder nicht.

Abendrituale

VORHER

Hin und wieder mussten wir ohne Papa zu Abend essen. Denn es gab immer wieder besonders lange Arbeitstage. Abendessen gab es gegen 18 Uhr. Im weiteren Verlauf des Abends spielte Papa – wenn möglich – noch ein bisschen Duplo mit während ich meine Hausarbeit erledigte.

Gegen 19 / 19.30 Uhr ist die Zeit für Zähne putzen, Vorlesezeit im Bett und schlafen gehen. Das ist ebenfalls Papa’s Zeit – sofern er da war. Danach tauschten wir dann durch und ich las ebenfalls noch eine kurze Geschichte vor. Danach legten wir uns gemeinsam schlafen. Ich begleite ihn in den Schlaf. Sobald er eingeschlafen ist, stehe ich wieder auf und arbeite entweder etwas oder habe gemeinsame Zeit mit meinem Mann. 1-2 Stunden waren das meistens.

NACHHER

Im Grunde ist der abendliche Ablauf nach wie vor der selbe. Allerdings essen wir nun immer gemeinsam, weil Papa im Homeoffice ist. Auch jetzt gibt es die Spielzeit nach dem Abendessen. Auch die Uhrzeit in der wir unseren Sohn ins Bett bringen hat sich nicht geändert.

Allerdings: Ich arbeite nun jeden Abend und unsere gemeinsame Zeit am Abend ist damit hinfällig.

Das Wochenende

Ich arbeite meistens am Wochenende, jeweils Samstag und Sonntag für ein paar Stunden. Das war vor Corona anders. Da war zumindest der Sonntag meine Freizeit. 😉

FAZIT

Beide Zeiten – vor der Pandemie und jetzt – hatten ihre Vorzüge. Während ich vor der Pandemie erst mal von 8.30 bis 9 Uhr eine Yoga Session brauchte um den Stress ein wenig abzuschütteln und den Kopf frei zu haben für meine Arbeit, ist das aktuell wesentlich entspannter.

Wir essen häufiger gemeinsam und haben Zeit für Gesellschafts-Spiele, währen wir vorher teilweise keine einzige Mahlzeit am Tag mit Papa einnehmen konnten. Geschweige denn, dass es für eine Runde “Mensch ärgere dich nicht” gereicht hätte.

Natürlich habe ich den Nachteil, dass ich keine Aufträge annehmen kann. Bildbearbeitung findet nur am Abend statt oder am Wochenende. Ja, ich bin binnen Tage zur Hausfrau geworden. Sozusagen.

Aber weißt du was? Ich persönlich finde es nicht schlimm. Denn je besser ich es akzeptieren kann, umso weniger muss ich dagegen kämpfen. Je weniger ich dagegen kämpfen muss umso besser geht es mir emotional. Ja, mein Seelenheil ist mir in Bezug darauf wesentlich wichtiger, als der aktuell unerfüllbare Wunsch die super perfekte Business-Mom zu sein, die ja alles voll im Griff hat.

Nein, ich habe NICHT alles im Griff! Will ich auch gar nicht! Ich will glücklich sein und meine Ruhe haben! So. 🙂

Erzähl mir gern: Wie hat sich dein Alltag seit der Corona-Pandemie verändert? Wie kommst du klar damit?

Verrate es mir gerne in den Kommentaren. 🙂

NATALIE

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