Entspannung als selbstständige Mama

Eine selbstständige Mama aus meinem Bekanntenkreis fragte mich innerhalb eines Gesprächs wofür ich mir im Business regelmäßig Zeit nehme. Ich fragte sie, was genau sie wissen wolle. Dabei erfuhr ich, dass sie aktuell sehr unter Strom steht und sie einfach nicht weiß, wie sie ihr Marketing noch meistern soll. 

Daher habe ich mir überlegt 3 grundsätzliche Themen in 3 Artikel zu teilen. Zum einen: Wie ich mich regelmäßig entspanne. Und zum anderen, was ich regelmäßig (nicht) mache um mein Marketing zu schaffen. Und natürlich bekommst du auch meinen Content-Creation Prozess an die Hand, in Teil 3. Last but not Least: In Teil 4 möchte ich dir zeigen, wie ich mein Kind beschäftige, auch wenn ich selbst gerade keine Zeit für ihn habe. Los geht’s mit Teil 1 und der Entspannung!

Entspannung als selbstständige Mama: Meine Vorschläge und mein Weg

Entspannung um runter zu fahren zu können ist gerade jetzt essentiell! Was mache ich also konkret, um mich zu entspannen? Wann entspanne ich mich? Und überhaupt: Wie schafft man sich auch in Notzeiten sowas wie freie Zeit um sich entspannen zu können? Muss immer alles schnell gehen?! Hier sind jetzt erst einmal die Dinge, die ich mache um mich zu entspannen:

Yoga als entspannende Morgenroutine

Jeden morgen Yoga (ca. 15-20 min.), gemeinsam mit meinem Sohn. Ja, das klappt wunderbar. Mein Sohn ist (noch) 5. Yoga ist dem Himmel sei Dank mit fast allen Babys und Kindern möglich – unabhängig vom Alter.

Ist mein Sohn im Kindergarten, dann mache ich mein Yoga allein und nachdem ich ihn zum Kindergarten gebracht habe.

Ich nutze dafür die Magic 10, die aus 10 einfachen Asanas besteht. Allerdings habe ich den Handstand ersetzt durch eine einfache Rückendehnübung. Mein Sohn macht einfach mit was er kann und so gut er es kann. Er findet es jeden Morgen aufs Neue toll. Wer hier mehr Abwechslung möchte, kann natürlich auch auf Yoga für Kinder zurück greifen oder gemeinsam eine Kindermeditation machen.

Tägliche Spaziergänge

Auch die unternehme ich meist mit meinem Sohn und ebenfalls häufig im Laufe des Vormittags oder wahlweise kurz nach dem Mittagessen. Ich gehe aktuell gern mit ihm kurze Strecken. Meist laufe ich bis zu einem großen Steinhaufen. Dort ist neben dem Steinhaufen auch schräg gegenüber eine Bank. Ich setze mich meistens und genieße das Vogelgezwitscher während mein Sohn die Steine bearbeitet. 😉

Es ist unglaublich, wie schnell man in der Natur herunterfahren kann. Vor allem dann, wenn nicht alle 2 Sekunden jemand vorbei sprintet und gleichzeitig das Kind beschäftigt ist.

Wichtig ist hier nur, dass du dich bewusst für wenige Minuten zurückziehst, deine Augen zu machst du dich auf deinen Atem konzentrierst. Das bedeutet auch, du solltest hier einen guten Platz finden, an dem dein Kind wirklich beschäftigt ist und sich in Ruhe austoben kann. Du solltest keine Panik schieben müssen!

Kombiniere den Spaziergang mit einem Earthwalk

Alternativ – solltest du noch ein Baby oder Kleinkind haben, dass im Kinderwagen oder Buggy ist, kannst du auch einfach eine längere strecke gehen. Beim gehen kannst du ebenfalls in eine leichte Meditation finden, indem du regelmäßig gehst, dein Handy wegsteckst und Töne & Vibration ausschaltest. Und wenn du die Strecke gut kennst, ist es auch positiv wenn du auf den Boden schaust. Richtig gelesen. Auf den Boden schauen bringt dich recht schnell in einen meditativen Zustand. <3

Diese Technik kenne ich unter dem Namen Earth Walk. Ich mache das zwar schon immer so, dachte aber immer das sei völlig normal und alle machen das. Ich wurde von meiner Mentorin eines besseren belehrt. Von ihr kommt auch der Name.

Atmen: Die schnelle Ruhepause für zwischendurch

Richtig gelesen! Immer wenn es zu Hause bei mir drauf und drunter geht und ich das Gefühl habe gleich auszurasten, dann sprinte ich in unser Bad und schließe mich für 2-3 Minuten ein. In der Zeit mache ich die Augen zu und nehme ein paar wenige aber tiefe Atemzüge. Ich öffne dafür auch das Fenster. Das Atemübungen zur Entspannung und zum Stressabbau beitragen ist auch gut durch wissenschaftliche Studien belegt.

Entspannt einschlafen!

Sorge dafür, dass du am Abend sehr gut und schnell einschläfst. Dadurch kannst du deine Schlafphasen bestmöglich nutzen und hast dadurch einen erholsameren Schlaf. Das kannst du über mehrere Methoden erreichen:

  • Vermeide zu helles und grelles Licht
  • 1 Stunde vor dem einschlafen nur ruhiges machen – zB lesen. 
  • 1 Stunde vor dem einschlafen kein Laptop, TV oder Smartphone mehr
  • Lavendeltee oder warme Milch mit Honig
  • Ätherisches Lavendelöl auf ein Tuch tropfen (und dran schnuppern)
  • Kleine Meditation zum einschlafen

Entspannung durch tanzen, singen, toben

Ich binde das schon seit Anbeginn in unseren Tagesablauf ein. Gemeinsam lautstark singen und tanzen sorgt für Bewegung und supergute Laune. Das wiederum entspannt. Wir machen das hier in 2 Varianten.

Variante 1: Wir schalten das Radio ein oder nutzen eine CD. Wir singen einfach mit und tanzen ganz willkürlich in der Gegend herum. 

Variante 2: Wir haben einen Schaumstoff-Würfel auf dem Tiere abgebildet sind. Das gewürfelte Tier wird dann nachgeahmt. Beispiel: “Stampfe wie ein Elefant.” Es ist ein schnelles und schönes Bewegungsspiel für zwischendurch. Kann drinnen wie draußen im Garten oder Spielplatz gut gespielt werden. Je mehr Kinder umso mehr Spaß! Und mit Musik sogar noch lustiger. 😉

Nimm dir den Raum, den du brauchst! Aber wie?

Natürlich hatte ich immer verschiedene Arbeitsroutinen – je nach Alter meines Kindes. Insbesondere das erste Jahr nach der Geburt ist immer schwierig. Einfach deshalb, weil du nicht weißt wie es dir gehen wird. Vielleicht hast du Glück und es geht dir wunderbar. Oder du hast Pech und es geht dir überhaupt nicht gut. Wichtig ist, dass du bereits während der Schwangerschaft dafür sorgst, dass dein Nährstoffhaushalt gut ausgeglichen ist. Damit beugst du depressiven Phasen, Schwangerschaftsdemenz, nachgeburtlicher Erschöpfung und Wochenbettdepressionen vor und tust aktiv etwas für deine Gesundheit.

Den Raum, den du für deine Entspannung brauchst, darfst du dir selbst nehmen. Sei ehrlich zu dir selbst und beantworte dir selbst die folgenden Fragen um deine möglichen freien Zeiten zu ermitteln:

  • Welche Aufgaben müssen täglich, wöchentlich, monatlich oder in größeren Zyklen erledigt werden?
  • Gibt es Aufgaben die zu bestimmten Uhrzeiten anfallen (zB. kochen, Kind in KiGa bringen, etc.)
  • Kann ich diese Aufgaben ggf. effizienter und / oder effektiver erledigen?
  • Wann stehst du auf und wann gehst du zu Bett?
  • Wie kannst du deine Schlafphasen so erholsam wie möglich gestalten, damit du sicher gut ausgeruht bist?
  • Wie viel Zeit steht dir pro Tag konkret zur Verfügung? Wie viel Zeit davon ist wofür verplant?
  • Zu welchen Zeiten arbeitest du?
  • Hast du feste Pausenzeiten eingeplant?
  • Was genau brauchst du für deine Entspannung?
  • Wie kannst du dir deine Entspannung leicht zugänglich machen?

Wenn du noch keine festen Pausenzeiten eingeplant hast, dann solltest du das jetzt tun. Ein einfacher Kalender hilft mir dabei einen Überblick über Termine, Aufgaben und freie Zeiten zu bekommen. Ein Tagesplan hilft mir, meine Tage besser zu strukturieren. Dadurch ergaben sich mehrere Arten, wie ich meinen Tag strukturiert habe. Abhängig davon, wie sich mein Baby, mein Kleinkind oder mein Kindergartenkind entwickelte.

1 – „By the Baby“

5.00 Uhr: Aufwachen, Stillen
6.00 Uhr: Aufstehen, Frühstück
7.00 Uhr: Kurzes Stillen wenn nötig, Baby in Babytrage, danach arbeiten
12.00 Uhr: Mittagessen, Stillen
13.00 Uhr: Wachzeit mit Baby & Haushalt
18.00 Uhr: Baby geht schlafen, Mama macht Abendessen, danach arbeiten
21.00 Uhr: Mama geht schlafen

2 – „Der Häppchenschlaf“

18.30 Uhr: Gemeinsames einschlafen mit Baby
0.30 Uhr (ca.): Aufwachen, Aufstehen und konzentriert arbeiten
4.00 Uhr: Schlafen
6.00 Uhr: Aufstehen, um Baby kümmern, Haushalt, etc.
12.00 Uhr: Mittagschlaf mit Baby
14.00 Uhr: Aufstehen, um Baby kümmern usw.

3 – „Der KiGa-Rhythmus“

6.00 Uhr: Aufstehen, Frühstück, kochen, Bentos vorbereiten
8.00 Uhr: Kind zu Fuß im Kindergarten abliefern (Spaziergang!)
8.30 Uhr: Morgenroutine
9.00 Uhr: Arbeitsbeginn
13.30 Uhr Arbeitsende
14.00 Uhr: Kind abholen (aktuell ist es 15 Uhr)
14.30 Uhr: Haushalt, Aufgaben erledigen, ums Kind kümmern
21 Uhr: Ab ins Bett!

Aktuell entwickelt sich ein neuer, weiterer Rhythmus, den ich dann gerne später hier ergänze. Entspannung als selbstständige Mama ist also machbar, möglich und erfordert neben einer Routine auch einfache Maßnahmen.

Wie entspannst du dich regelmäßig?

Teile deine Gedanken als Kommentar mit mir.

Fotografin Natalie Garbotz
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    Natalie Garbotz ist Gründerin von Starke Mamas. Als Mama eines 5 jährigen Sohnes kennt sie die Tücken des Mama seins im Alltag. Im Blog schreibt genau darüber: Ihre Alltagserfahrungen als selbstständige Mama.

     

    Natalie arbeitet als Social Media Managerin & Fotografin. Sie ist Expertin für Fotografie, Bildsprache und Selbstporträts. Ihre Erfahrungen in Sachen Fotografie, Bildsprache, Farbe, Branding und Marketing verbloggt Sie daher praxisorientiert und mit viel Spaß.