4 Schritte: Inhalte fürs Marketing effektiv produzieren

Wie vermutlich viele Menschen, die sich selbstständig machen und keine Hilfe an ihrer Seite haben, habe ich mich gerade zu Beginn gefragt: „Verdammt, wie soll ich das alles nur schaffen!?“. Ich war überfordert, fühlte mich verloren und wusste manchmal einfach nicht, was ich jetzt zuerst mache. Ich wusste nicht, wie ich das alles priorisieren soll und überhaupt: Was ist denn jetzt überhaupt wichtig und was kann ich gegebenenfalls liegen lassen?

Damit es für dich weniger überfordernd ist, möchte ich dir diesen Artikel an die Hand geben. Denn ich habe inzwischen gut gelernt mit der Fülle an Aufgaben umzugehen, die im Marketing auf mich warten. Und auch damit, die Inhalte für mein Marketing zu produzieren. 

VORBEREITUNG:

  • Lade dir das Tracking-Worksheet herunter
  • Messe die Zeit, die du für die Erledigung der einzelnen Aufgaben brauchst
  • Messe deine Zeit nicht nur beim ersten Mal, behalte sie regelmäßig im Auge.

Schritt 1: Branstorming!
Welche Inhalte brauche ich grundsätzlich?

Im ersten Moment habe ich mich gefragt, welche Inhalte überhaupt in Frage kommen. Welche das nun genau sind, hängt von deinem Thema, deiner Positionierug und deinem Business ab. Als Fotografin macht es also Sinn über Fotografie zu sprechen und die häufigsten Fragen meiner Kundinnen zu beantworten. Fotografie und Fotoshootings sind also meine übergeordneten Themen, die ich dann in die Tiefe erörtern kann.

Beispiel: Wenn du ein Modegeschäft betreibst, macht es Sinn über die Mode die du verkaufst zu sprechen. Aber auch darüber, warum du sie verkaufst und was Mode für DICH bedeutet. Du kannst über Stoffe, Farben, die aktuellen Modetrends und vorherrschenden Kleidungsschnitte sprechen. Dich dagegen über die aktuelle politische Lage zu äußern obwohl sie dich nicht betrifft, wäre beispielsweise nicht angebracht, weil irrelevant für dich und deine Zielgruppe.

Deine Fragen:

  • Welche übergeordneten Themen gibt es?
  • Wie sprichst du mit deinen Kunden über diese Themen?
  • Welche Fragen stellen deine Kunden, die du ggf. beantworten kannst?
  • Welche Dinge aus deinem Fachbereich kannst du erklären?
  • Was passiert “Behind the Scenes” und würde deine Community interessieren?
  • Welche „Vorher – Nachher Transformation“ bietest du deinen Kunden und wie sieht diese Transformation genau aus? Einfacher ausgedrückt: Mit welchem Bedürfnis / Problem kommen deine Kunden zu dir? Warum haben sie dein Produkt / Dienstleistung noch nicht gekauft? Welches Ergebnis erhalten deine Kunden durch dein Produkt / Service?
  • Welche Führungsgeschichte ergibt sich aus der Transformation und welche Zwischenschritte hat sie?
  • Welche Produkte, Dienstleistungen, Veranstaltungen sollen ganz genau beworben werden?
  • Welche dieser Produkte, Dienstleistungen, Veranstaltungen sind strategisch wichtige Punkte in deiner „Customer Journey“ und bilden den Kern deines Marketings?

Deine To-Do‘s:

  •  Wenn du bisher schon Inhalte veröffentlicht hast: Erstelle eine Liste mit den bereits vorhandenen Inhalten.
  • Beantworte so viele Fragen von oben wie möglich.
  • Wenn du dich strategisch wichtigen Punkte deiner Customer Journey kennst, dann widme diesen Punkten mehr Aufmerksamkeit innerhalb deines Marketings.
  • Sammle die Fragen deiner Kunden und deiner Zielgruppe. Hast du noch keine? Dann surfe beispielsweise auf „gutefrage.net“ und suche hier nach Fragen zu deinem Thema. Nutze auch YouTube und Google zur Recherche. 
  • Erstelle als weitere Ideen- und Inspirationsquelle eine Liste mit allen “Tag des…” und internationalen Feiertagen. 
  • Nutze die Vorher-Nachher Transformation um eine übergeordnete Geschichte zu erstellen: Deine Führungsgeschichte.

Schritt 2: Erstelle dein Konzept

Ich habe mir diesen Punkt nicht allzu schwer gemacht. Wenn du dich intensiv mit der Vorher-Nachher Transformation deiner Kunden und den Bedürfnissen und Problemen deiner Interessenten und Kunden beschäftigt hast, dann weißt du auch was sie brauchen. Das, was sie brauchen solltest du jetzt in ein Konzept gießen um die dazu passenden Inhalte schnell und effektiv produzieren zu können. 

Was ist ein Konzept?

Gut, auch da bin ich eher ein bisschen faul. Es gibt einige übergeordnete Fragen, die dein Konzept definitiv beantworten sollte. Grundsätzlich legst du hier fest, welche Inhalte du nun produzieren möchtest, welche Fragen du beantworten willst und welcher dein Hauptkanal sein wird. In welchem Rhythmus du veröffentlichst und wie die Promotion für die erstellten Inhalte aussieht. Beschreibe auch die Ziele, die deine Posts in aller Regel haben sollen – für welche Produkte, Services, Veranstaltungen machst du hier konkret Werbung? Ins Konzept gehört auch ein grober Plan für den gesamten Zeitraum. Ob du für 1 Woche, 1 Monat oder 6 Monate im Voraus planst, ist dir überlassen. Du erstellst also einen groben Redaktionsplan, an dem du dich entlang hangeln kannst.

Deine Fragen:

  • Welches ist dein Content Hub, dein hauptsächlicher Kanal auf dem du Inhalte veröffentlichst?
  • Welche Fragen möchtest du in deinem Marketing beantworten?
  • Welche Themen möchtest du ansprechen?
  • Welche strategisch wichtigen Punkte wirst du bewerben und mit welchen Themen und Fragen?
  • Wie sieht die Promotion für meine Haupt-Inhalte im Content Hub aus?
  • Welches Ziel haben deine Posts? Wofür machst du Werbung?
  • Welche Schritte hat deine Führungsgeschichte und wie setzt du diese um?
  • Welche Behind the Scenes kannst du verwenden? Welche Dinge tun sich aktuell auf deiner täglichen Arbeit? Was passiert da hinter dem Vorhang und was und wie viel teilst du mit deiner Community?

Deine To-Do’s:

  • Erstelle dein grobes Konzept, dass alle wichtigen Eckdaten beschreibt. Dadurch bekommst du Klarheit darüber, wie viel wirklich zu tun ist.
  • Definiere deinen Content Hub. Schreiben, Sprechen, Zeigen? Auf welchem Kanal veröffentlichst du deinen Content Hub? In welchem Rhythmus veröffentlichst du Inhalte auf diesem Kanal? Welche visuellen Inhalte sind für die Veröffentlichung notwendig?
  • Schreibe einen Promotionplan für die Inhalte in deinem Content Hub. Lege fest, wie du posten möchtest, wie häufig und welche Materialien du dafür erstellen musst. Sprich: Wie viele Videos, Gifs und Fotos zusätzlich brauchst du wofür genau?
  • Überlege dir, welche Services / Produkte / Veranstaltungen du zusätzlich zur Content-Promotion bewerben möchtest. Ich empfehle dir hier, gezielt etwas zu bewerben, was dir Kontakte bringt. Und auch nur 1 Sache zusätzlich! Beispielsweise: Vorträge, Community Veranstaltungen oder dein Newsletter.
  • Erarbeite einen Redaktionsplan. Wie oft willst du deine Inhalte promoten und auf welchen Kanälen bewirbst du sie? Nutze dafür einen simplen Monatskalender und notiere dir dazu Wochenthema und Ziele der Postings.
  • Nutze deine Leitgeschichte zur Umsetzung deines Marketings und deiner Promotion.

Schritt 3: Fasse deine Arbeit zusammen

Du hast jetzt alle wichtigen Vorarbeiten erledigt. Du hast eine Führungsgeschichte erstellt, die Schritte dieser Geschichte auf Sinnhaftigkeit kontrolliert und du hast dir Gedanken darüber gemacht, welches Ziel sie hat. Du weißt auch grob, wie du das alles umsetzen möchtest. Und wenn du richtig gut bist, dann hast du deine wichtigen Themen, Kundenfragen, Behind the Scenes Inhalte, etc. so ausgesucht, dass sie zur Vorher-Nachher Transformation passen und zur Führungsgeschichte. Du bist also vollständig vorbereitet. Jetzt geht es nur noch ans umsetzen. Richtig? Dann fasse die arbeiten zusammen, also betreibe sogenanntes Batching. 

Deine To-Do’s:

  • Erstelle zuerst deinen Haupt-Content. Um mehrere Hauptinhalte nacheinander produzieren zu können, nutze deinen natürlichen Flow aus. Wenn möglich reserviere dir einen ganzen Tag für die Produktion und setze dir ein grobes Produktionsziel. Produziere wenn möglich immer 2-4 Inhalte voraus. Je mehr umso besser.
  • Nach dem Hauptinhalt kommen die Inhalte zur Promotion. Welche schriftlichen Inhalte brauchst du zur Promotion? Schreib sie! Wenn du mit Zitaten arbeitest oder mit O-Tönen ist jetzt die Zeit für Recherche und konkrete Entscheidungen.
  • Nun die visuellen Inhalte. Welche Grafiken und Fotos brauchst du? Fotografierst du, dann lege alle benötigten Materialien bereit und bereite auch dein Studio vor um zügig durcharbeiten zu können. Für Grafiken stelle sicher, dass ebenfalls alle notwendigen Daten zur Produktion zur Verfügung stehen. 

Schritt 4: Plane deine Inhalte zur Veröffentlichung ein

Der letzte Schritt ist klar. Nachdem du alle benötigten Inhalte produziert hast gehen wir jetzt in die letzte Phase über. Plane die Inhalte über ein Tool vor und nutze auch Wordpress. Warum? 

Ich plane grundsätzlich mit einem Tool im Voraus, da mir die Meta Suite lediglich ein vorausplanen von 30 Tagen bzw. 30 Posts erlaubt. Das ist mir zu wenig. Ich kann innerhalb kürzester Zeit sehr viel Inhalte im Voraus planen und habe zwischen diesen Phasen weitestgehend meine Ruhe. Ich kann mich weitestgehend mit meiner Community befassen.

Planen im Voraus ist gerade mit wenig Zeit unerlässlich. Denn: Du nutzt die wenige Zeit bestmöglich aus. Schon allein deswegen, weil du weißt was ansteht und was jetzt zu tun ist.

Du hast meinen Arbeitsablauf ausprobiert? 

Lass mir deine Erfahrungen als Kommentar hier!

Fotografin Natalie Garbotz
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    Natalie Garbotz ist Gründerin von Starke Mamas. Als Mama eines 5 jährigen Sohnes kennt sie die Tücken des Mama seins im Alltag. Im Blog schreibt genau darüber: Ihre Alltagserfahrungen als selbstständige Mama.

     

    Natalie arbeitet als Social Media Managerin & Fotografin. Sie ist Expertin für Fotografie, Bildsprache und Selbstporträts. Ihre Erfahrungen in Sachen Fotografie, Bildsprache, Farbe, Branding und Marketing verbloggt Sie daher praxisorientiert und mit viel Spaß.